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NWZ Göppingen

Ein Hund löst bei alten Leuten Freude aus

Aus der NWZ vom 25.02.2014

Frau bildet Hunde für Besuche in Pflegeheimen aus Die Kuchenerin Heidi Stehle bildet erstmals für das DRK in Baden-Württemberg Therapiehunde für Besuche in Pflegeheimen oder Kindergärten aus. Ihr erster Kurs startet im Mai, am 11. April ist ein Info-Abend.

Kuchen/Göppingen- Wann immer Heidi Stehle mit ihrem Hund Sören in den vergangenen Jahren das Laichinger Seniorenzentrum betrat, wurde sie herzlich von den Bewohnern begrüßt: „Der Hund ist wieder da“, hieß es von allen Seiten begeistert. Die Kuchenerin stattete mit ihrem Therapiehund jedem, der wollte, einen Besuch ab. Dabei machte sie immer wieder die Erfahrung, wie gut den Patienten der Kontakt zum Tier tat.

Heidi Stehle bildet erstmals für das DRK Therapiehunde für Besuche in Pflegeheimen oder Kindergärten aus.Stehle will deshalb andere Besitzer mit ihren Hunden im Kreis Göppingen zu Therapiehunde-Teams ausbilden. 2013 machte die Leiterin der Göppinger DRK-Rettungshundestaffel beim DRK-Landesverband Hessen die Schulung zur Ausbilderin. Stehle ist nun die erste im DRK-Landesverband Baden-Württemberg, die Therapiehunde-Teams nach bundesweitem Rotkreuz-Standard ausbilden darf.

Maximal zwölf Teams können sich für den Kurs anmelden. Die Hundebesitzer müssen mindestens 18 Jahre, die Hunde mindestens zwei Jahre alt sein. Die Rasse der Tiere spielt keine Rolle, jedes Team muss aber einen Eingangstest bestehen, bei dem das Wesen des Hundes und die Bindung von Besitzer und Tier geprüft werden. Auch ein Gesundheitszeugnis, die üblichen Impfungen und eine Entwurmung müssen nachgewiesen werden. Bestandteile des 40-stündigen Kurses sind unter anderem Gesprächsführung und Präsentation des Hundes, die Vorbereitung und Gestaltung von Besuchen sowie die Beschäftigung mit Krankheitsbildern von Mensch und Tier.

Die Kosten für den Kurs übernimmt der DRK-Kreisverband Göppingen. Dafür verpflichten sich die Teilnehmer, Mitglied beim DRK zu werden und rein ehrenamtlich zu arbeiten. Um ihre Therapiehunde-Lizenz zu erhalten, müssen sie zwölf Mal im Jahr eine Einrichtung besuchen. Auch eine jährliche Fortbildung ist Pflicht.

Heidi Stehles Hund Sören starb 2012, ihre Labradorhündin Fenja ist mit einem Jahr noch zu klein für die Aufgabe, sie soll aber auch einmal Therapiehündin werden. „Der Kontakt zu Tieren wirkt sich nachweislich positiv auf das Lebensgefühl aus“, betont Stehle. „Und das Tolle für den Hundebesitzer ist, dass man etwas zurückbekommt: Du merkst, wie die Leute strahlen und es ihnen besser geht, wenn du kommst. Das ist einfach schön.“  

Heidi Stehle veranstaltet am Freitag, 11. April, um 19 Uhr einen Infoabend in den Räumen der Rettungshundestaffel in der Heininger Straße 70 in Göppingen.